Veranstaltungen

Do, 29.10.2026
19.00 Uhr
Großer Saal

Eintritt frei

Buchvorstellung und Vortrag “Zum Schreiben ermutigt. Hans Purrmann und das Ehepaar Göpel. Der Briefwechsel 1954–1966) hrsg. und bearbeitet von Felix Billeter, Julie Kennedy (†) und Maria Leitmeyer

 

 

Vortrag von Prof. Dr. Eugen Blume „Als wäre nichts gewesen – über die Stunde Null hinaus“

 

Der Vortrag behandelt die Frage nach der Kontinuität über zeitgeschichtliche Zäsuren und biographische Brüche hinaus. Sowohl der Maler Hans Purrmann als auch der Kunsthistoriker Erhard Göpel begannen noch im Wilhelminischen Kaiserreich bzw. in der Weimarer Republik ihre Karrieren. Mit der Herausgabe des Buches „Leben und Erinnerungen des Malers Hans Purrmann“ im Jahr 1961 knüpften sowohl der Künstler als auch das Ehepaar Göpel in unterschiedlicher Weise an das bisherige Leben an und setzten es unter neuen gesellschaftlichen Bedingungen fort. Die Biographien besitzen insofern exemplarischen Charakter angesichts der wechselhaften deutschen Geschichte und Kunstgeschichte im 20. Jahrhundert.

 

 

Eugen Blume wurde 1951 in Bitterfeld geboren und studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Kunstgeschichte. Das Studium schloss er mit einer Arbeit über Joseph Beuys und dessen Kunstbegriff ab. In den letzten Jahren der DDR war Blume eine bedeutende Figur der alternativen künstlerischen Szene und regte kritische Diskussionsforen an. Als Kurator verantwortete er später wichtige Ausstellungen zum Künstler Beuys als auch zu der wichtigen Ausbildungsstätte Black Mountain College in den USA. Blume arbeitete zunächst an den Staatlichen Museen zu Berlin (DDR) und ab 1990 in den wieder vereinigten Berliner Sammlungen. 1994 wurde Blume mit einer Arbeit über Ludwig Justi und das Museum der Gegenwart promoviert. Er leitete von 2001 bis 2016 den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart als Teil der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig verlieh Eugen Blume 2011 den Titel eines Honorarprofessors.

 

 

 

Über das Buch: 

“Zum Schreiben ermutigt! Hans Purrmann und das Ehepaar Göpel. Briefwechsel 1954-1966“

 

Der im Deutschen Kunstverlag in der Reihe „Edition Purrmann Briefe“ erschienene Briefwechsel zwischen dem Maler Hans Purrmann und dem Autorenehepaar Göpel eröffnet neue Perspektiven auf die Kunstwelt der deutschen Nachkriegszeit. Die rund 280 bislang unveröffentlichten Briefe und Postkarten aus den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek und des Hans Purrmann Archivs in München erzählen die Entstehungsgeschichte des Buches »Leben und Meinungen des Malers Hans Purrmann«, das 1961 von dem Kunsthistoriker Erhard Göpel und seiner Frau Barbara herausgegeben wurde und bis heute eine maßgebliche Quellensammlung darstellt. Die vorliegende Korrespondenz vermittelt neue Erkenntnisse über künstlerische und kunstpolitische Fragestellungen jener Zeit, aber auch ganz persönliche Einblicke. Zugleich wirft der Briefwechsel ein Licht auf die Bemühungen Erhard Göpels, nach seiner Beteiligung am Kunstraub der Nationalsozialisten 1942 bis 1944, an seine Tätigkeit als Kunsthistoriker und Kritiker vor dem Zweiten Weltkrieg wieder anzuknüpfen. Die kommentierten Briefe werden durch einleitende Beiträge der Kunsthistoriker Eugen Blume, Olaf Peters und der Herausgebenden Felix Billeter, Julie Kennedy (†) und Maria Leitmeyer ergänzt.

 

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Seminar für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

 

 

 

 

Die Publikation wurde gefördert von:

 

 

 

 

 

 

             Erbengemeinschaft nach Dr. Robert Purrmann

 

 

 

Die Herausgebenden danken für die freundliche Unterstützung

 

 

 

Bild (c) Deutscher Kunstverlag

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