Fr, 06.03.2026
19.00 Uhr
Grüner Salon
Eintritt frei
Mit Walter Bauer und Ernst Ottwalt schrieben vor rund einem Jahrhundert zwei engagierte Autoren über Halle (Saale) und die Region. Heute oft übersehen, gehören ihre Werke zu den in ihrer Zeit geschätzten und viel besprochenen Texten der deutschsprachigen politischen Literatur, die in den 1920ern und frühen 1930ern heiß diskutiert wird. Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten erscheinen sie, ihren einhundert Jahren zum Trotz, heute überaus aktuell.
Walter Bauers 1930 erschienene „Stimme aus dem Leunawerk“ verleiht den Arbeitern der Werke im Süden Halles in Versen und Prosa eine Stimme. Der Autor, der zu dieser Zeit in Halle lebte, gehört damit zu den ersten Schriftstellern einer entschiedenen Literatur der Arbeitswelt. In seinem Text macht er die Erfahrungen der Arbeiterklasse dieser Jahre regional greifbar. Anlässlich seines 50. Todestages wird er 2026 mit einem Gedenkjahr geehrt, in das sich der Lesungs- und Vortragsabend einreiht.
Der 125. Geburtstag Ernst Ottwalts gibt Anlass, ihn mit Bauer in Dialog zu bringen. Sein Roman „Ruhe und Ordnung“ erscheint 1929 und veranschaulicht Ottwalts Erfahrungen als junger nationalistischer Freikorpskämpfer gegen die aufbegehrenden Arbeiter Halles Anfang der 1920er Jahre. Zusammen mit Christa Wolfs „Geteiltem Himmel“ gilt er als zweiter großer Halle-Roman.
Auszüge aus beiden Texten werden mit Zitaten aus weiteren Romanen, Dramen und Gedichten sowie Diskussionen der Zeit ergänzt. Die Veranstaltung beschließt das Seminar „Politische Ästhetik – Debatten, Theorien und Texte der 1920er und 1930er Jahre“, das im Wintersemester 2025/26 an der MLU Halle-Wittenberg stattfindet.
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