Veranstaltungen

Fr, 04.12.2026
19.00 Uhr
Großer Saal

12.00 €
9.00 € ermäßigt

Wäsche im Wind und andere feine Gedichte für Erwachsene – Martina Hefter, Jan Kuhlbrodt und Jörg Schieke lesen neue Lyrik

Martina Hefter, Jan Kuhlbrodt und Jörg Schieke haben in den 1990er Jahren am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert. Alle drei haben mehrere Gedichtbände veröffentlicht; Martina Hefter und Jan Kuhlbrodt zudem sehr erfolgreich Romane bzw. andere Prosa. Mehrfach waren sie auch als Gastdozenten am Literaturinstitut tätig oder haben in Schreibworkshops ihr Wissen über Gegenwartsliteratur weitergegeben. An diesem Abend im LHH soll es vor allem um die lyrische Produktion gehen: In Gespräch und Lesung schauen Hefter, Kuhlbrodt und Schieke auf das Verhältnis von Pop und Geschichte, Pathos und Komik, von Vers, Reim und Performance. In gewisser Weise ist es auch ein Aufeinandertreffen verschiedener Herkunftsregionen: Martina Hefter wuchs im Süden der alten Bundesrepublik auf, Jan Kuhlbrodt im sächsischen Chemnitz (in Kuhlbrodts Kindheit Karl-Marx-Stadt), Jörg Schieke im Norden der DDR. Was die drei vereint: In ihren Gedichten finden sich immer auch die typischen Bildwelten dieser frühen Erfahrungen wieder – seien es Skisprungschanzen, Neubaugebiete oder Ostseelandschaften.

 

Martina Hefter ist Schriftstellerin und arbeitet auf dem Gebiet der Performance. Sie lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis sowie dem europäischen Prix Grand Continent ausgezeichnet und war ein SPIEGEL-Bestseller. Für ihre schriftstellerische Arbeit erhielt Martina Hefter den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds und den Wiesbadener Literaturpreis. Zuletzt erschienen von ihr die Gedichtbände „Es könnte auch schön werden“ und „In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen“.

 

Jörg Schieke, Jahrgang 1965, wuchs in Rostock und Stralsund auf; er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, war Redakteur der Literaturzeitschrift „Edit“ und Lektor in der Aufbau-Verlagsgruppe. Seit 2005 ist er Redakteur, Autor und Kritiker bei MDR Kultur. Seine letzten Gedichtbände erschienen im Verlag poetenladen, Leipzig; im Jahr 2026: „Chin chin, der Weg führt ins Mondgestein“.

 

Jan Kuhlbrodt, Jahrgang 1966, studierte Politische Ökonomie an der Universität Leipzig sowie Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main. Von 1997 bis 2001 absolvierte er außerdem ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er war als Lehrer in einem Projekt für jugendliche Strafgefangene und als Antiquar tätig. Von 2007 bis 2010 war er Geschäftsführer der Literaturzeitschrift “Edit”, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Leipzig. Der an Multipler Sklerose erkrankte Schriftsteller thematisierte sein Leiden in dem Roman “Krüppelpassion”, für den er 2023 mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet wurde.

 

 

 

Bilder (c) Hans Praefke, privat, Maximilian Gödecke

 

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