Veranstaltungen

Sa, 01.10.2022
19.00 Uhr
Großer Saal

Eintritt frei

Vernissage der Ausstellung ZEITGENOSSEN Erich Fraaß und Erwin Hahs – Bilder von 1910-1961

Der Dresdener Erich Fraaß (1893 -1974) und der lange in Halle wirkende Erwin Hahs (1887 – 1970) gehörten einer Künstlergeneration an, die im frühen 20. Jahrhundert durch den deutschen Expressionismus und den französischen Postimpressionismus geprägt wurden. Auch wenn ihre Bildsprache sich unterschied, zeigen ihre Lebensläufe viele Parallelen. Beide erlebten den Ersten Weltkrieg von Anfang bis Ende als Frontsoldaten und kehrten als Kriegsgegner zurück. Beide engagierten sich um 1920 in revolutionär gesinnten Künstler-Vereinigungen und bereisten in den zwanziger Jahren Europa. Beide Maler verbanden die idealistischen Impulse der klassischen Moderne mit dem Streben, Wirklichkeiten in einer expressiv-gegenständlichen Bildsprache zu formulieren. Für beide Künstler gilt, dass sie sich von radikalen „Ismen“ fernhielten und bei aller Modernität einem klassisch tradierten Bildwerte-Kanon verpflichtet waren. Trotzdem wurden beide als „Entartete“ verfemt, mussten die Vernichtung und den Verlust von Werken hinnehmen und verbrachten die NS-Zeit in innerer Emigration. Beide Maler lehrten jahrzehntelang als Professoren und schrieben Tagebuch. Und schließlich gehören sowohl Erich Fraaß als auch Erwin Hahs heute zu den eher vergessenen und weniger gezeigten Künstlern. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen der Dresdener und der Halleschen Moderne und stellt zwei ihrer wichtigen Vertreter in circa 120 exemplarischen Werken gegenüber.

 

Kuratoren der Ausstellung: Jörg Wunderlich und Robert Stephan

March 2017
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