Fr, 27.02.2026
19.00 Uhr
Großer Saal
Eintritt frei
„New York Short Stories“ von Mario Schneider: Wer an kurze Erzählungen über den Big Apple denkt, liegt nicht ganz falsch. Allerdings werden hier Geschichten nicht vorgelesen, sondern in Fotografien erzählt. Und das auf eindrucksvolle Weise. New York ist wohl die am häufigsten fotografierte Stadt der Welt. Die meisten haben ein Bild von dieser leuchtenden und pulsierenden Metropole vor Augen. Was der Fotograf Mario Schneider allerdings zu berichten hat, ist ganz anderer Art. Sein Blick ist behutsam und intim, er folgt zwischenmenschlichen Situationen und scheint hineinzublicken in das Leben der Einwohner.
„In politisch so traurigen Zeiten wie diesen kann ein solches Buch Hoffnung machen.“, ist in der Zeitschrift Photonews zu lesen. Und das ist es tatsächlich, worum es dem Fotografen geht. Er selbst schreibt: „Die Fotografien entspringen zum Großteil einer Beobachtung, die ich machen konnte. In einer Stadt der Extreme fand ich Momente der Stille, Nähe, Zärtlichkeit, des Trostes und menschlicher Zuneigung, wie man sie wohl nicht mit New York verbindet. Einige Fotos entstanden kurz nach der Wiederwahl und Amtseinführung Donald Trumps in seine zweite Amtszeit. Sie sind für mich wie leise Zeichen in einer immer lauter werdenden Welt.“
Mario Schneider ist nicht nur Fotograf. Er ist auch Autor und Regisseur, was sicher den erzählerischen Stil seiner Bilder erklärt. In seinen Dokumentarfilmen wie „Heinz und Fred“ oder „Uta“ taucht der Zuschauer tief in berührende Lebensgeschichten ein. Erstaunlich, dass es dem Fotografen auch in der Hektik und dem Chaos auf den Straßen und den U-Bahnen von New York gelingt.
Schneiders Fotoband hat international für Aufsehen gesorgt. Seine Fotografien haben Preise gewonnen, wie den BBA One Shot Award oder den renommierten Exposure One Award. Sie wurden ausgestellt in Mumbai, Paris oder auf dem Festival Rencontres de la photographie d’Arles, wo seine Bilder in einer Soloausstellung gezeigt wurden. Die FAZ schreibt: „Wir denken an Vorgänger wie Robert Frank, Lisette Model oder Helen Levitt.“ und der Stern: „Er findet, egal wo, das Besondere.“ Und das ist, was Sie beim Besuch der Ausstellung erwartet: nichts weniger als einen besonderen, unerwarteten Blick auf die Stadt, die wir alle zu kennen glauben.
Ausstellung vom 28.02. – 12.04.2026
Bild (c) Mario Schneider
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