Veranstaltungen

Do., 22.11.2018
19.00 Uhr

Eintritt frei

Verleihung des Kunstpreises der Stadt Halle

Die Glasgestalterin Christiane Budig erhält den Kunstpreis der Stadt Halle 2018. Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Ausstellung „Christiane Budig – Glasplastik“ eröffnet.

Eine Veranstaltung des Halleschen Kunstvereins e.V. und der Stadt Halle (Saale).

 

 

Gedanken zum künstlerischen Schaffen von Christiane Budig

 

„REFLEXIONEN“

 

Viele meiner Arbeiten widmen sich dem Thema Erinnerungen, reale und erfundene Geschichten, welche zum Teil Erinnerungslücken ausschmücken. Die Arbeiten speisen sich aus dem Verborgenen, aus den Quellen der persönlichen Empfindungen und den Tiefen menschlicher Existenz, mit all seiner Tragik und Freude. Die Auseinandersetzung mit sich selbst im Bezug zur Welt bildet also den inhaltlichen Rahmen meiner Arbeiten.

Formaler Ausgangspunkt ist dabei oft der Körper, welcher in den Objekten im wörtlichen Sinne eine Rolle „spielt“, sei es als Abdruck oder Körperfragment.

Die Verwendung des Materials Glas als plastischer Stoff bezieht sich auf dessen ambivalente Eigenschaften: Fragilität und Festigkeit, Verletzlich- und Verletzbarkeit, formale Schroffheit und organische Rundungen, samtige Oberflächen oder glänzende Verführungen. Die Auseinandersetzung mit dem nicht leicht zu bändigen Material reizt mein Interesse am Prozess, der das Produkt bestimmt. Geplantes und Unvorhersehbares müssen einen Kompromiss finden, ganz wie im wirklichen Leben.

 

Im Gegensatz zu den „poetisch- schlichten“ Glasobjekten und Installationen wimmelt es in den Grafiken nur so von verborgenen Details, fast mit einer barocken Anmutung. Der Betrachter wird in die „Verstrickungen“ mit dem suchenden Auge gezogen – scheinbar Erkanntes entzieht sich im nächsten Augenblick, ganz wie in einem Suchbild. Alles scheint im Wandel zu sein – nichts bleibt so wie es war.

Ausgangspunkt der Grafiken sind Frottagen von alltäglichen Oberflächen verschiedener Art, wie Malbretter, Schreibtische, Küchenbretter oder Tapeten. Erst im Atelier, an der Staffelei, entwickeln sich allmählich aus den unendlichen Linien und Punkten ganz eigene Welten die ihr Geheimnis nur scheinbar enträtseln lassen.

 

Allen Arbeiten gemeinsam ist der erforderliche konzentrierte Blick, der hinter dem fast Übersehbaren das Wesentliche erahnen lässt. Eine Prise Humor würzt diese Bildwelten.

Der Fokus richtet sich auf das Flüstern, laut und bunt schreit hier nichts.

 

 

Foto: Christiane Budig 

 

 

 

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