Veranstaltungen

Do, 25.11.2021
18.00 Uhr
Großer Saal

Eintritt frei

Verleihung des Halleschen Kunstpreis 2020 an Gerhild Ebel

Nach der Entscheidung des Kuratoriums des Halleschen Kunstpreises wurde 2020 die Grafikerin und Buchkünstlerin Gerhild Ebel mit dem Halleschen Ehrenpreis für bildende Kunst ausgezeichnet. Die Verleihung und die damit verbundene Vernissage der Personalausstellung musste pandemiebedingt abgesagt werden. Sie wird nun nachgeholt.

Die hauptsächlich in Halle tätige Künstlerin Gerhild Ebel setzt sich seit Ende der 1980er Jahre vorwiegend mit experimenteller künstlerischer Literatur in den Grenzbereichen von Sprache, Bild und Wissenschaft auseinander. Ihre vornehmlich konzeptionellen Arbeiten, Installationen, Künstlerbücher, Papierschnitte, Grafiken, Prägedrucke und Objekte fanden bereits Eingang in über 50 renommierte Museen und Sammlungen in ganz Europa, Asien, Nordamerika und Südafrika. Gerhild Ebel gilt heute als eine international führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der konzeptionellen Buchkunst.

Mit der Preisvergabe würdigt das Kuratorium eine hoch geachtete Künstlerin mit einem umfangreichen, unverwechselbaren, vielseitigen und konzeptionell überzeugenden künstlerischen Werk. Von der Saalestadt Halle aus knüpfte sie ein internationales Netzwerk, welches sich in ihren Herausgeberschaften buchkünstlerischer Projekte dokumentiert. Die am Rande des Mainstreams wirkende Künstlerin überzeugt mit ihren spannungsreichen und mit besonderer Präzision erarbeiten Werken, die sich mit einschneidenden Ereignissen, mit der Psychologie des Menschen, mit der Sichtbarmachung unsichtbarer Materie, mit wissenschaftlichen Entwicklungen und anderen relevanten Themen auseinandersetzen und nicht zuletzt kalligraphisch die sinnliche Wirkung von Texten zu einer neuen Ikonographie erheben. Gerhild Ebel zeigt wie die anderen bisherigen Preisträger die große Vielfalt, die besondere Kreativität und Lebendigkeit der Kunstszene in Halle auf.

 

 

 

Gerhild Ebel 1965 geboren in Halle (Saale). Studium der Phytopathologie an der Martin-Luther-Universität Halle (Diplom 1990). Sie arbeite als Wissenschaftlerin im Institut für Pflanzenschutz Halle 1990–91. Seit 1988 gestaltet sie konzeptionelle Arbeiten im Grenzgebiet von Kunst, Sprache und Wissenschaft (Installationen, Künstlerbücher, Grafiken, Performances, Prägedrucke, Objekte, experimentelle Literatur).  Sie ist Herausgeberin der Künstlerzeitschrift »miniature obscure« gemeinsam mit C. Ahnert 1991–2007, Herausgeberin der original-grafischen Edition »quartett« 2008–2015, Herausgeberin der Enzylopädie für Literatur und Kunst »art_lex«.  Seit 2015 gibt es über 50 Buchveröffentlichungen in verschiedenen Verlagen sowie Ausstellungen in internationalen Museen und Galerien. Gerhild Ebel erhielt seit 1989 zahlreiche Kunstpreise und Stipendien. Sie lebt freiberuflich als Künstlerin, Autorin und Herausgeberin in Halle.

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