Veranstaltungen

Fr, 02.12.2022
19.00 Uhr
Grüner Salon

8.00 €
5.00 € ermäßigt

VERSCHOBEN SOUVENIR Lesung und Gespräch mit Oleg Serebrian und Nina Corcinschi (Republik Moldau)

 

Aus aktuellen politischen Gründen kann die Veranstaltung nicht wie geplant am 2.12. stattfinden. Wir versuchen, einen Ersatztermin im Frühjahr zu finden.

 

 

 

Unter dem Titel „Souvenir“ startete im Oktober 22 auf Initiative des Literaturhauses Stuttgart eine neue Veranstaltungsreihe des Netzwerks der Literaturhäuser in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Über den Begriff des Souvenirs, der ‚materialisierten Erinnerung‘, setzt die Reihe mittel- und osteuropäische Literaturen und kulturelle Gedächtnisprägungen in Beziehung zur kriegserschütterten Gegenwart in Europa.

 

 

 

Der Romanist Klaus Bochmann und Alexander Suckel im Gespräch mit dem Autor Oleg Serebrian („Cântecul mării“ – deutsch: „Tango in Czernowitz““ Morio Verlag Januar 2023) und der Literaturwissenschaftlerin  Nina Corcinschi.

 

 

 

Moldau – das „unbekannte“ Land am Rande Europas – entstand, als sich 1991 die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik im Zuge der Auflösung der Sowjetunion für unabhängig erklärte. Es gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Fast eine Million Menschen haben Moldau auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen bereits verlassen. Seit 2022 ist Moldau ein EU-Beitrittskandidat. Im Zuge des Krieges in der Ukraine hat Moldau mehr Geflüchtete aufgenommen als jeder andere Staat, gemessen an der eigenen Bevölkerungszahl.

 

 

über „Tango in Czernowitz“ (deutsch von Anke Pfeifer)

Czernowitz 1944. Die Stadt gehört nach einer kurzen sowjetischen Besetzung 1940/41 wieder zu Rumänien. Doch nun rückt die Rote Armee erneut vor. Auch das Ehepaar Skawronski denkt an Flucht … Vor dem Hintergrund der Tragödie, die sich am Ende des Zweiten Weltkriegs bei Ankunft der sowjetischen Truppen in der Bukowina abspielte, erzählt Oleg Serebrian die Liebesgeschichte zwischen Marta und Filip Skawronski. Historische Ereignisse und persönliche Erlebnisse mischen und überschneiden sich in einer Atmosphäre ergreifender Zärtlichkeit, Traurigkeit und Angst, während die Bombenangriffe immer häufiger und der russische Vormarsch immer erbarmungsloser werden. Eindringlich wird das Thema des Fortgehens, des Rückzugs, erzählt. Doch auch all das was aufgegeben werden muss, wird heraufbeschworen – ein realistisches Bild von Auflösung und Kapitulation. Ein atmosphärisch dichter und bewegender Roman, gewidmet den Hundertausenden Bewohnerinnen und Bewohnern der Bukowina und Bessarabiens, die den Leidensweg des Exodus der 1940er Jahre gegangen sind.

 

 

Oleg Serebrian, Jahrgang 1969 ist Politiker, Diplomat, Wissenschaftler (Geopolitik) und Schriftsteller. Von 2010 – 2015 war er Botschafter Moldaus in Frankreich, in den Jahren 2015-2020 Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. 2014 trat er mit dem Roman Cântecul mării (Lied des Meeres, 2011) erstmals als literarischer Schriftsteller in Erscheinung. 2018 folgte Woldemar, 2021 schließlich Pe contrasens (Im Gegensinn), drei Romane, die in gewissem Sinne als Trilogie aufgefasst werden können, weil sie die Geschichte einer aus der Nordbukowina stammenden Familie über einen längeren historischen Zeitraum (1944; 1970-er Jahre in der sowjetischen Nordbukowina; Nazizeit in Deuschland) verfolgen. Der Erstling ist ins Deutsche übersetzt worden und wird Anfang November im Mitteldeutschen Verlag erscheinen.

 

 

Die Literaturwissenschaftlerin Nina Corcinschi, ist seit 2019 Direktorin des Instituts für rumänische Philologie “Bogdan Petriceicu-Hasdeu” der Moldauischen Akademie der Wissenschaften und gilt als profundeste Kennerin der Literatur des Landes.

 

 

 

Die Reihe Souvenir ist ein Projekt des Literaturhaus Stuttgart in Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser, der Projektgruppe für Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für politische Bildung und mit freundlicher Unterstützung der Ernst Klett AG.

 

 

 

 

 

 

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