Veranstaltungen

Sa, 18.03.2023
20.00 Uhr
Grüner Salon

22.00 €
15.00 € ermäßigt

Lesung „Love Letters“ (A.R. Gurney) mit Ila Raven und Hagen Möckel

„Love Letters“  eine Frau, ein Mann und ihre Briefe, mehr braucht der amerikanische Autor A.R. Gurney nicht, um eine berührende Liebesgeschichte auf die Bühne zu bringen.

 

 

 

Ila Raven und Hagen Möckel lesen die Briefe einer unerfüllten Liebe und laden den Zuschauer zu einer emotionalen Achterbahnfahrt ein – mitreißend, leidenschaftlich, lustig und tieftraurig – großes Kopfkino.

 

1990 wurde A.R. Gurney für diesen ungewöhnlichen Briefwechsel für den renommierten „Pulitzer Preis“ nominiert. Das amerikanische „Time Magazine“ wählte „Love Letters“ unter die fünf besten Theaterstücke der 1980er Jahre und auch auf den Spielplänen der deutschen Theater ist das Stück seitdem regelmäßig zu finden.

 

Die beiden Schauspieler haben nun unter anderem auch die Kontaktbeschränkungen in den Zeiten der Corona-Pandemie das Briefeschreiben als die durchdachteste als auch emotionalste Form der Kommunikation wiederentdeckt. In der Zeit von schutzhafter Isolation und der darin geforderten Digitalisierung ist die handschriftliche Korrespondenz eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit, eine Verbindung herzustellen, um jemanden zu zeigen, dass man an ihn denkt, sich sorgt oder mag.

 

Die Protagonisten Melissa Gardener und Andrew Makepeace Ladd III mögen sich wie zwei Königskinder, lieben sich – und kommen doch nie zusammen. Seit ihrer Kindheit schreiben sich Melissa und Andy Liebesbriefe. Aus einer anfangs unschuldigen Liebe wird Freundschaft, dann eine innige Beziehung fürs Leben. Aber sie bleibt platonisch. Eine Liebe ohne Leib, schriftlich manifestiert auf dem Papier, in Abwesenheit des geliebten Anderen.

Die tatsächlichen Begegnungen verlaufen dagegen enttäuschend. Die Liebe wird immer unmöglicher. Exzessive Abenteuer am Abgrund kontra Korrektheit und Verantwortung in der Öffentlichkeit, verkrachte Künstler-Existenz kontra erfolgreicher Politik-Aufsteiger.

Beide bleiben verhaftet in ihren familiären Prägungen, sie sind das Produkt ihrer Geschichte, sie können nicht wirklich frei werden, auch wenn Melissa manchmal, wie eine Vorkämpferin der Frauen-Emanzipation erscheint. Und trotzdem bricht ihre Korrespondenz nie ab.

 

 

 

Ein Theater der Stimmen und der Mimik, ein berührender großer Bilderbogen der Gefühle.

 

 

 

 

Bild (c) privat

March 2017
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