Veranstaltungen

Di., 24.04.2018
19.00 Uhr
Großer Saal

8.00 €
5.00 € ermäßigt

Helmut Krausser: Geschehnisse während der Weltmeisterschaft

Leon und Sally sind weltberühmte Profis im Team Berlin, das 2028 in Kopenhagen bei der 11. Weltmeisterschaft für »Leistungssex« antritt. Obwohl die beiden nach sportlichen Kriterien mehrmals täglich miteinander verkehren, gelingt es dem heimlich verliebten Leon nicht, seiner Partnerin auf mentaler Ebene nahe zu kommen. Unkontrollierbare Emotionen, gar noch amouröser Art, sind in diesem Sport als leistungsmindernd untersagt. Die Sportler logieren in einem schwerbewachten, stacheldrahtumzäunten Hotel, umringt von Demonstranten, darunter besorgte Bürger, Hakenkreuzler, Islamisten und andere extreme Gruppen. Europa hat sich gewandelt, Political Correctness war einmal. Bis auf das restliberale Dänemark war kein europäisches Land mehr bereit, diese polarisierenden Weltmeisterschaften auszutragen. Und als ob die Spannung nicht bedrückend genug wäre, geschehen plötzlich auch noch zwei Morde. Die Funktionäre sind in Aufruhr. Die dänische Kommissarin, die den Schutz der WM koordinieren soll, greift bald zu illegalen Mitteln, um ihre Aufgabe noch zu meistern. Und Leon lässt es zum Äußersten kommen, um seine Liebe zu zeigen.

 

 

Helmut Krausser ist 1964 in Esslingen a.N. geboren. Seine schriftstellerische Karriere begann 1980: Der 16-Jährige stellte in einer Autorenkonferenz der BR-Sendereihe Pop Sunday „13 pessimistische Gedichte“ vor, die wenige Tage später gesendet wurden. Es folgten mehrere Sendungen in diesem damals ARD-weit einzigartigen Forum für junge Autoren.

1993 wurde Krausser für seinen Roman „Melodien“ mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet. 1998 schrieb er das „Hörspiel des Jahres“ („Diptychon“) und wurde 2000 mit dem „Prix Italia“ (für „Denotation Babel“) ausgezeichnet. Im Wintersemester 2007/2008 hatte er die Poetikprofessur der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.

Krausser veröffentlicht zudem Beiträge und Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften sowie Hörspiele und arbeitet seit 2010 auch als Komponist. Seine Romane „Der große Bagarozy“ und „Fette Welt“ wurden verfilmt. 2017 war er nominiert für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch für den Film „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ (Regie Lars Montag), der auf einem seiner eigenen Bücher basiert. Helmut Krausser lebt heute in Rom und Potsdam.

 

Moderation: Alexander Suckel

 

 

Foto: Hagen Schnauss

March 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
zum Programm

Aktuelles

16.03.2020

Der MDR berichtete über das Rio-Reiser-Konzert im LHH.  [...]

19.12.2019

Jackie Thomae und ihr überaus erfolgreicher Roman „Brüder“ war am 11. [...]

19.12.2019

Ende November fand die jährliche Fachtagung des Netzwerk Lyrik statt. Drei [...]

Newsletter?
> zum Formular