Di, 12.05.2026
19.00 Uhr
Grüner Salon
8.00 €
6.00 € ermäßigt
Mit Verzeichnis einiger Verluste hat Judith Schalanskyi einen Roman geschaffen, der weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinauswirkt. Zahlreiche Übersetzungen zeugen von der internationalen Aufmerksamkeit, die der Roman gefunden hat – und von der Bedeutung von Übersetzungsförderung für den kulturellen Austausch über Grenzen hinweg.
Wie verändert sich eine Geschichte, wenn sie in einer anderen Sprache neu entsteht? Vor welchen spezifischen Herausforderungen standen die Übersetzerinnen? Und was verrät die globale Resonanz eines Buches über die Themen, die uns verbinden?
Anlässlich des 75. Jubiläums des Goethe-Instituts begegnet die Autorin ihren Übersetzerinnen Lídia Nádori und Maria Bosom, die den Roman ins Ungarische und Katalanische übertragen haben.
Gelesene Passagen in drei Sprachen und ein Gespräch über die poetischen, politischen und emotionalen Schichten des Textes eröffnen einen Raum, in dem internationale Perspektiven auf deutsche Gegenwartsliteratur sichtbar werden.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.
Lídia Nádori (geb. 1971 in Budapest) ist freiberufliche Literaturübersetzerin. Sie übersetzt seit 25 Jahren vor allem zeitgenössische deutschsprachige Prosa sowie Jugend- und Kinderliteratur ins Ungarische. Neben Judith Schalansky übersetzte sie bisher rund hundert Bücher, darunter Werke von Terézia Mora, Ingo Schulze, Herta Müller, Otfried Preußler usw. Sie ist Gründungsmitglied des Ungarischen Übersetzerverbands und war von 2020 bis 2024 dessen Vorsitzende. Seit 15 Jahren ist sie auch als Leiterin von Übersetzerwerkstätten tätig. Sie ist Gründerin des Vereins BIM (Wiener Ungarische Literaturwerkstatt. Seit Herbst 2022 lebt sie zwischen Wien und Budapest.
Maria Bosom ist Schauspielerin und Übersetzerin von Theaterstücken und Belletristik aus dem Englischen und Deutschen. Unter anderem hat sie Werke von Sasha Marianna Salzmann, Enis Maci und Prosa von Daniela Krien und Judith Schalansky ins Katalanische übertragen. Maria Bosom wurde zu zahlreichen internationalen Treffen von Übersetzer*innen eingeladen, etwa dem Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen und ins Literarische Colloquium Berlin.
Moderation: Jörg Schieke
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Goethe-Institut

Bilder: Schalansky (c) Jürgen Bauer, Nadori (c) Zsuzsanna Komjathy, Bosom (c) privat
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