Veranstaltungen

So, 03.03.2024
18.00 Uhr
Grüner Salon

12.00 €
9.00 € ermäßigt

GEBURTSTAGSWOCHE DES LHH – Szenische Lesung Jon Fosse „Da kommt noch wer“

 

Korrektur: In einer früheren Version war die Anfangszeit mit 16 Uhr angegeben. Der tatsächliche Beginn ist 18 Uhr. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

 

 

 

„Der Bann ist gebrochen. Die Liebe ist gestürzt. Eine stille, eine lautlose Katastrophe, aber sie überträgt sich mit der Gewalt eines Erdbebens … Fosse ist ein Meister des Unheimlichen.» (Theater heute)

 

Er und Sie haben sich ein altes Haus gekauft, fernab der Stadt, an einer gottverlassenen Küste. Hier wollen sie zusammen leben, bestätigen sie einander immer wieder, und beinah wahnhaft spinnen sie sich ein in einen Kokon aus Sprache – Beschwörungsformeln gegen das Eindringen der Außenwelt. So groß ist ihre Furcht davor, dass schon ein kleines „aber“ zur Bedrohung wird: Was, wenn doch noch jemand kommt, so unwahrscheinlich dies auch scheinen mag. Und dann steht – wie eine Projektion, die sich verwirklicht gerade durch die vehemente Abwehr – der Nachbar und frühere Besitzer des Hauses vor der Tür. Ein harmloser junger Mann eigentlich, zugleich jedoch unwissentlich der Auslöser für neue Ängste und zerstörerische Eifersucht, die das Paar in einem schleichenden Prozess zermalmen.

 

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.  Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane „Melancholie, „Morgen und Abend und „Das ist Alise. Für sein Prosawerk „Trilogie“ bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit „Der andere Name“, dem ersten Band seines Romanprojekts „Heptalogie“, war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band „Ein neuer Name“ stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der „Grotte“, einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

 

 

Leitung: Ronny Jakubaschk

 

 

Bild (c) Agnete Brun

March 2017
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