Veranstaltungen

Do, 17.03.2022
18.00 Uhr
Grüner Salon

8.00 €
5.00 € ermäßigt

BUCHMESSENWOCHE IM LHH Gespräch mit Natalie Amiri „Afghanistan. Unbesiegter Verlierer“ und „Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran“

Ein Gespräch mit der Moderatorin („Weltspiegel“) und ARD-Korrespondentin Natalie Amiri über ihre journalistischen Nahaufnahmen in Afghanistan und Iran.

 

 

über „Afghanistan. Unbesiegter Verlierer“

Was bedeutet die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung? Welcher Zukunft sehen gerade die Frauen des Landes entgegen? Wie können wir Verfolgten helfen? Bestsellerautorin Natalie Amiri reist in ein Land, das vom Westen im Stich gelassen wurde, und zieht eine erste Bilanz nach der Machtübernahme der Taliban. Sie blickt zurück auf einen Krieg gegen den Terror, der den Nahen Osten destabilisierte und erklärt, warum die Modernisierung von oben zum Scheitern verurteilt war. Doch vor allem schaut sie nach vorn. Amiri spricht mit Frauen, die unter Todesgefahr für ihren Platz in der Gesellschaft kämpften, legt die Diskriminierung von Volksgruppen wie der schiitischen Hazara offen, die eine erneute Unterdrückung und Verfolgung befürchten müssen – und erläutert, wie die Bundesrepublik aus ihrem todbringenden Versagen lernen und Afghanistan doch noch unterstützen kann.

 

über „Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran“

Was macht man, wenn man auf einer Recherchereise im iranischen Gebirge nicht tanken kann, weil das Benzin aufgrund westlicher Sanktionen knapp ist? Oder wenn man eine vermeintlich zu kurze Hose trägt und die Strafe darauf lautet, in ein Fass mit schwarzer Farbe steigen zu müssen? Und warum reiste Amiri trotz aller Warnungen immer wieder in den Iran? Natalie Amiri ist in München in einer deutsch-iranischen Familie aufgewachsen und lebte und arbeitete über sechs Jahre in Teheran. Sie ist eine der wenigen deutschen Journalistinnen, die den Iran detailreich kennt und der es gelingt, das internationale Politikgeschehen rund um die Islamische Republik klug und präzise einzuordnen. Authentisch beschreibt sie ihr Leben zwischen zwei Welten und unterschiedlichen Kulturen und bringt uns nahe, wie sich die politische Situation im Iran seit der Revolution von 1979 entwickelt hat. Es ist das Buch einer modernen jungen Frau und einer mutigen Journalistin, die höchste persönliche Risiken in Kauf nimmt, um den Menschen im Iran eine Stimme zu geben und über den Alltag in einem Land zwischen verbotenen Partys und Sanktionen zu berichten. Von Lehrern bis zu Drogenabhängigen, vom Revolutionsführer Khamenei bis zum ersten weiblichen Fußballstar des Iran – Natalie Amiri lässt sie zu Wort kommen und zeigt uns die unerwarteten Facetten der muslimischen Republik Iran.

 

 

 

 

Zwischen Perserteppichen und Bio-Gemüse wuchs Natalie Amiri, 1978 geboren, im gutbürgerlichen München auf. Die Tochter einer Deutschen und eines Iraners studierte Diplom-Orientalistik und Islamwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) führte sie an die Universitäten von Teheran und Damaskus. Seit 2011 vertritt sie die Korrespondenten in den ARD-Studios des BR, unter anderem in Istanbul, Athen und Rom. Seit 2014 moderiert sie den „ARD-Weltspiegel“ aus München sowie das BR-Europa-Magazin „Euroblick“. Ab 2015 leitete Natalie Amiri das ARD-Büro in Teheran. Im Mai 2020 wurde sie vom Auswärtigen Amt gewarnt, aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einzureisen und musste daher die Leitung des Teheraner Fernsehstudios abgeben.

 

 

Moderation: Alexander Suckel

 

 

Foto (c) Johannes Moths

March 2017
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