Veranstaltungen

Mi, 25.08.2021
19.00 Uhr

Eintritt frei

AUFZEICHNUNG Wer schreibt der bleibt! (?) – Sachsen-Anhalts unbekannte Dichter. MDR-Literaturredakteurin Katrin Schumacher im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Christian Soboth über Franz Richard Behrens (1895-1977)

„Ich würde sagen, dass man bestimmte Dinge von ihm durchaus als Vorläufer der so genannten Konkreten Poesie bezeichnen kann. Also was bei ihm sehr interessant ist, was ja dann auch bei Schwitters eine wichtige Rolle spielt, ist das Moment des Konzepts, also das Konstruktive. Das ist eigentlich eine stark vom konstruktiven und sprachanalytischen Denken bestimmte Art von Literatur und das ist etwas, das mich natürlich persönlich sehr, sehr interessiert. “ (Gerhard Rühm)

 

 

Geboren wurde Behrens in Brachwitz bei Halle. Er war ein deutscher Dichter des Expressionismus und arbeitete auch als Drehbuchautor und Journalist unter dem Pseudonym Erwin Gepard sowie als Sportjournalist unter dem Pseudonym Peter Mohr.

 

Im Februar 1916 debütierte Behrens in Herwarth Waldens Zeitschrift Der Sturm mit dem Gedicht Expressionist Artillerist. Von 1917 bis 1925 war Behrens Mitarbeiter des Sturm und veröffentlichte dort, ebenso wie in Franz Pfemferts Aktion, einzelne Gedichte und Prosatexte. Behrens war nur locker mit den Dichtern des Sturm-Kreises verbunden, am ehesten noch mit Kurt Heynicke. Als künstlerische Vorbilder Behrens‘ kann neben Arno Holz vor allem der 1915 gefallene August Stramm gelten. Behrens‘ erster Gedichtband, Blutblüte, erschien 1917 im Verlag Der Sturm (Berlin). Blutblüte blieb die einzige selbständige literarische Veröffentlichung Behrens‘.

Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er kurzzeitig als Redakteur bei der Deutschen Allgemeinen Zeitung, ehe er Dramaturg bei der Berliner Filmgesellschaft Art-Film wurde. Er schrieb neben Gedichten das Drehbuch zu Svend Gades Film Hamlet mit Asta Nielsen und Sportreportagen für die Kölnische Zeitung und Kolumnen für die Münchner Zeitschrift Fußball. 1923 bis 1935 war Behrens Lokalredakteur für Film, Theater, Schallplatten und Sport der Berliner Tageszeitung Der Deutsche. Von 1945 bis 1961 schrieb er unter dem Pseudonym Peter Mohr wöchentliche Sportkolumnen für die Westberliner Zeitung Der Abend.

 

Behrens ist mit seiner Dichtung, die zwischen dadaistischer Montage und konstruktivistischer Formgebung steht, sicher ein Solitär und damit eine bedeutende Lyriker-Persönlichkeit seiner Zeit.

 

 

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund in Berlin.

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