Fr, 06.02.2026
19.00 Uhr
Grüner Salon
12.00 €
9.00 € ermäßigt
Poes Leben war von frühen Verlusten geprägt: Sein leiblicher Vater verließ die Familie und seine Mutter starb, als er noch ein Kind war. Dies wird als wichtiger Auslöser für seine Auseinandersetzung mit Themen wie Tod, Verlust und Trauer in seinen Werken gesehen. Seine Geschichten lösten das Grauen aus gotischen Gemäuern und führten es dorthin, wo die größten Monstren hausen: ins menschliche Denken und Gefühlsleben. Obsessionen, Ängste, die Beziehung von Macht und Ohnmacht, die Konfrontation mit der eigenen Schuld – Themen, die einen Großteil der Literatur, und nicht nur der phantastischen, der nächsten zwei Jahrhunderte prägen werden. Oft thematisiert er den Tod einer schönen Frau oder die Vorstellung einer lebendig begrabenen Person. Vielfach erscheinen in seinen Geschichten Personen, die geradezu vom „Wahn“ gepackt ihr eigenes Unglück provozieren oder trotz Kenntnis des sich anbahnenden Ungemachs scheinbar machtlos direkt in ihr Verderben laufen und sich darüber verzehren.
Poe prägte entscheidend die Gattung der Kurzgeschichte sowie die Genres der Kriminal-, Horror- und Schauerliteratur. Einzelne Erzählungen haben spätere Autoren der Science-Fiction wie Jules Verne beeinflusst. Seine Lyrik, in Europa u.a. von Charles Baudelaire rezipiert, wurde zum Fundament des Symbolismus und damit der modernen Dichtung. Von Arthur Conan Doyle stammt nicht umsonst der Ausspruch: „Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müsste, dann ergäbe das eine Pyramide so hoch wie die von Cheops.“
Bild (c) Andreas Hassiepen
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